Olaf Korte – ein Urgestein und Gründungsmitglied des Landesringerverbandes Sachsen-Anhalt e. V. – feiert seinen 50. Geburtstag.

Okaf KorteIm Alter von 7 Jahren begann Olaf 1972 zusammen mit seinem Zwillingsbruder in einer Betriebssportgemeinschaft unter dem Übungsleiter Bernd Schuster mit dem Ringkampfsport. Schon im Jahr 1976 wurde er in die Trainingsgruppe von Dynamo Magdeburg aufgenommen. Der Trainingsfleiß wurde auch prompt mit einem Bezirksmeistertitel belohnt. Die weitere positive Entwicklung unter dem Übungsleiter Lutz Eichelmann führte dazu, dass Olaf Korte 1979 an der DDR-Spartakiade in Berlin teilnahm und einen 7. Platz erkämpfte. Daraufhin wurde er als hoffnungsvoller Nachwuchsathlet im Freistilringen an die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Luckenwalde delegiert. Von 1979 bis 1982 trainierte er unter Anleitung des Trainers Bernd Nieke. Im zweiten Jahr an der KJS nahm er wiederum an der Kinder- und Jugendspartakiade sowie der DDR-Meisterschaft teil. Doch ein Wachstumsschub, bei dem er mehr als 20 kg zunahm, führte dazu, dass er den anderen Sportlern körperlich nicht mehr gewachsen war. Dies ist nicht verwunderlich, trainierte er doch zusammen mit dem späteren Freistil – WM – Bronzemedaillengewinner Uwe Westendorf oder dem Vizeweltmeister Detlef John in einer Trainingsgruppe. Die 10. Klasse-Prüfung legte er 1982 mit Auszeichnung ab. Gesundheitliche Gründe und die berufliche Entwicklung – er wollte zur Kriminalpolizei – waren ausschlaggebend, dass er 1982 zurück nach Magdeburg ging.

Eigentlich hatte er schon mit dem Ringen aufgehört, aber für den Bezirk Magdeburg musste er beim Turn- und Sportfest in Leipzig 1983 mit einem guten 6. Platz noch einmal Punkte sammeln. Bei der DDR-Bestenermittlung belegte er den 1. Platz.

Aus dem Berufswunsch wurde nichts und so begann er eine Lehre als Chemiefacharbeiter mit Abitur. Gleichzeitig war er als Übungsleiter tätig und begann zusätzlich die Ausbildung zum Kampfrichter. Für ihn begann eine Zeit mit einer Dreifach-Belastung „Ringen, betreuen und pfeifen“. Als Kampfrichter legte er 1984 die Lizenz Stufe 1 und 1985 die Stufe 2 ab.

Im November 1985 kam für ihn mit der Einberufung der unumgängliche Wehrdienst. Um dem Ringkampf während der Zeit bei der Nationalen Volksarmee (NVA) treu zu bleiben, engagierte er sich als Übungsleiter und Kampfrichter bei dem Armeesport-
Verein Salzwedel und kämpfte sogar zweimal um Punkte für den Bezirk Magdeburg. 1988 wurde er in den Bezirksausschuss Magdeburg Sportart Ringkampf gewählt. In seinem Heimverein, dem PSV Magdeburg, war er auch im Präsidium tätig. 1989 nahm er als Kampfrichter an der Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin teil.

Nach dem Ende der DDR und dem Aus der Bezirke wurde mit der Gründung des Landesringerverband Sachsen-Anhalt e. V. 1990 in Artern der sportliche Neubeginn gewagt. Olaf Korte war Gründungmitglied des LRV und als 7. Person unterzeichnete seine spätere Frau Carola die Gründungsurkunde.

Mit der Vereinigung der beiden Deutschen Staaten erhielten die ehemaligen Leistungsklasse 1, Kampfrichter der DDR, die Bundeslizenz. Olaf wurde bei der Aufstellung vergessen und musste1992 die Bundeslizenz neu erwerben. Danach leitete er unzählige Kämpfe bei Deutschen Meisterschaften und in der Bundesliga.
Nach einem schweren Arbeitsunfall trat Olaf kürzer und verabschiedete sich 2012 bei seiner letzten Meisterschaft in Greiz von der Bundesligaebene.

2003 wurde Olaf mit der Ehrennadel des DSB in Silber und 2012 mit der Ehrennadel des DRB in Gold ausgezeichnet. Olaf Korte ist weiterhin im Präsidium des Landesringerverbandes Sachsen-Anhalt als Frauenreferent und als Kampfrichter auf Landesebene tätig. Möge ihm die neue Dreifach-Belastung „Ringen, Familie, Beruf“ – auch wenn sich die Prioritäten verschieben sollten – noch lange viel Spaß bereiten.

Seine Kampfrichterkollegen und der Landesringerband Sachsen-Anhalt e. V. gratulieren und wünschen ihm für die weiteren Jahre alles erdenklich Gute.

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