24. Oktober 2021

Prellballmasters 2017 in Leuna

Der Jahresanfang 2017 hielt einen breitensportlichen Leckerbissen bereit. Dirk Zbeczka und sein Team organisierten das traditionelle Masterturnier im Mattenprellball dieses Jahr aus einem ganz besonderen Anlass: Der TSV Leuna begeht 2017 sein 100jähriges Jubiläum und da passt natürlich so ein Event ganz trefflich in die Reihe der Jahresaktivitäten. Eines vorweg: Es war ein Mammutturnier, unter anderem nahmen 44 Teams in unterschiedlichen Altersklassen und Kategorien teil, gespielt wurde von 10 bis 10, also von morgens um 10 Uhr bis abends um 22 Uhr. Das erforderte nicht nur von den Aktiven, sondern auch von den vielen fleißigen Helfern eine Menge an Stehvermögen und Ausdauer. Es liegt in der Natur der Sache, dass dann natürlich die spannenden Halbfinalspiele und das Endspiel bei den Gladiatoren fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Draußen hielt der Winter Einzug und viele, die eine weitere Anreise hatten, machten sich natürlich auf den Weg, um auf einigermaßen schneefreien Straßen sicher nach Hause zu gelangen.

Und dennoch: Die riesige und vielfältige Beteiligung, unter anderem wurden die Alten Athleten Bernd Holzapfel und Dieter Zinke, der ehemalige Spitzenringer und Kampfrichter Eberhard Probst, mit Joachim Kühn ein Präsident eines Landesfachverbandes, aktuelle und ehemalige Bundeskaderathleten, Landestrainer und Vereins- sowie Verbandsfunktionäre gesichtet, ist ein ganz klares Indiz dafür, dass solch ein Ereignis angenommen wird und alle Voraussetzungen für ein breitensportliches Highlight erfüllen kann.

Immer wieder eine Freude mit welcher Kreativität und Einfallsreichtum die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um den originellsten Teamnamen ringen – fast ein Wettbewerb für sich: Da findet man in der Meldeliste DIE SPECKMADEN und DIE SCHÖNLINGE (mit eigens kreierten Dress), DIE VERWIRRTEN und den ASK VORWÄRTS (mit dem Olympiavierten von Atlanta Erik Hahn), DIE TAFFEN GIRAFFEN und DIE FLYING HERZBUBEN – die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Es wurde reichlich angefeuert, auch um manch strittigen Punkt mit den Karis gefeilscht, ehrgeizig um die respektablen Pokale gekämpft und natürlich auch Wiedersehen mit alten Bekannten gefeiert und Erfahrungen bei einer Tasse Kaffee oder auch einer Flasche Bier ausgetauscht – mit drei Worten Breitensport vom Feinsten!

Bei so viel Gewusel auf und neben den drei Matten in der Leunaer Sporthalle Emil-Fischer-Straße gerieten die Ergebnisse und Platzierungen fast etwas in den Hintergrund. Wer sich also informieren will, dem sei ein Blick in die Ergebnis- und Teilnehmerlisten empfohlen. Das wertvollste Ergebnis mit dem Gewinn der inoffiziellen Ostdeutschen Meisterschaft im Mattenprellball erzielten in der Kategorie Gladiatoren das Team SV Halle I mit Andreas Kamm und Enrico Berg. Ihre Konkurrenten bemühten sich zum wiederholten Male vergeblich, an deren Vormachtstellung zu kratzen. Glückwunsch an die Sieger und ein Dankeschön an die Organisatoren!

Bericht: Dr. Joachim Kühn