Junioren-EM in Dortmund: Johann Steinforth belegt einen starken 5. Platz

Dortmund – Johann Steinforth (74 kg/ Roter Stern Sudenburg) bei den Junioren-Europameisterschaften auf Rang 5. Damit sorgte der Magdeburger, neben der Bronzemedaille von Horst Lehr (50 kg/ VfK Schifferstadt), für die beste Platzierung im Freien Stil.

Ein solides Turnier lieferte Johann Steinforth bei der Heim-EM in Dortmund ab. Bis zum Kampf um die Bronzemedaille kämpfte sich der Sportler aus Sachsen-Anhalt in seiner Gewichtsklasse nach vorne. Leider war er  jedoch im Kampf gegen den Türken Muhammet Kucukyildirim im kleinen Finale ohne Chance.

Johann Steinforth mit Vater Ingo, Ex-Trainer Sven Thiele und Freund Erik Thiele im Aufwärmraum in Dortmund.

Der Sportsoldat aus der Sportfördergruppe in Schifferstadt besiegte in der Qualifikation den Ungarn Balasz Szel noch in der ersten Runde des Kampfes.  Im Achtelfinale gelang Steinforth ein 5:0-Punktsieg über Simon Marchl aus Österreich. Im Viertelfinale wartete mit  Nika Kentchadze aus Georgien ein ganz harter Brocken. Zunächst gelang Johann Steinforth ein Überraschungsangriff und er führte in diesem Kampf. Doch dann zeigte der Georgier seine Klasse und holte die nötigen Punkte. Am Ende unterlag er beim Stand von 2:12 Punkten deutlich. Da dieser das Finale erreichte, konnte der DRB-Ringer in der Hoffnungsrunde weiterkämpfen. Im Hoffnungsrundenduell gegen Arman Avagyan aus Armenien zeigte Steinforth seine beste Leistung. Mit flinken Beinangriffen ging er immer wieder in Führung. Doch der der Armenier konterte jedoch jedes Mal erstklassig, sodass der Kampf immer offen blieb. Nach vielen Aktionen am Ende des Kampfes, gab es lange Verwirrung um den Punktestand. Erst der Videobeweis brachte endgültig den knappen 11:10-Sieg und den Einzug ins kleine Finale. Der 5. Platz ist für Johann Steinforth ein toller Erfolg und passt genau in das neue Konzept des frisch gewählten LRV- Präsidiums.

Am zweiten Wettkampftag kämpfte mit Dimitri Blayvas (84 kg/SV Halle) ein weiterer Starter aus Sachsen- Anhalt bei diesen kontinentalen Titelkämpfen in Dortmund. Der Hallenser zeigte bei seinem Auftaktduell gegen den Polen Jakub Szymula einen tollen 12:2-Überlegenheitserfolg. Immer wieder setzte er gekonnt seine Stärken im Bodenkampf ein. Auch gegen Mihai Palaghia aus Rumänien begann er außerordentlich konzentriert. Eine zwischenzeitlich 6:2 Punkteführung bestätigte dies. Vieles sah nach einem Sieg des DRB-Mittelgewichtlers aus. Doch dann offenbarten sich konditionelle Probleme bei Dimitri Blayvas. Sein Kontrahent holte die Punkte auf und völlig erschöpft ließ er sich nach einem Beinangriff von seinem rumänischen Gegner auf Schuler besiegen. Palaghia verlor anschließend seinen Viertelfinalkampf. Damit konnte Blayvas auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde in das Turnier zurückkehren.

Bericht: Sven Thiele

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